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Ein Ei für Zwei! – Bruderhähnchen

Gerade jetzt in der Weihnachtsbäckerei verbacken wir deutlich mehr Eier als sonst. Umso wichtiger, dass wir bei der Wahl der Eier nicht nur auf gute Bio Qualität legen! Das ist ja selbstverständlich.

Denn bei der Produktion von Bio-Eiern gelten die strengsten Regeln. Die Legehennen dürfen nicht in Käfigen gehalten werden, sondern nur in offenen Ställen mit Auslauf. Der Stall muss Sitzstangen haben – jede Henne hat ein Recht auf 18 Zentimeter Sitzstange – und zu einem Drittel mit Stroh, Holzspänen, oder Sand ausgestreut sein. Im gesamten Stall dürfen nicht mehr als 3000 Hennen wohnen. Man trennt außerdem zwischen Stall und ständig verfügbarem Auslauf: im Stall dürfen sich maximal 6 Hühner einen Quadratmeter teilen (weitere 6 auf einer Stange), im Auslauf müssen jedem Huhn vier weitere Quadratmeter zur Verfügung stehen.

Außerdem gelten die Regeln der ökologischen Landwirtschaft, wichtig etwa beim Futter: Statt aus industriellen Abfallfetten (!) stammt das Fett im Futter hier beispielsweise aus ökologisch erzeugten Pflanzenölen, Gentechnik ist nicht erlaubt, kranke Tiere sind mit Naturheilmitteln zu kurieren. Anders als bei den übrigen Haltungsarten dürfen die Schnäbel hier nicht systematisch gekürzt werden.

Wir beziehen unsere Eier ausschließlich vom Kudammhof – regional und in Bioland Qualität. Der Kudammhof überzeugt darüber hinaus aber auch mit seiner Bruderhahn-Initiative!

„Kaum einer weiß oder denkt darüber nach, dass die Hälfte der frisch geschlüpften Küken bei den Legehennen männlich ist und aussortiert wird. Hahnenküken legen nun mal keine Eier. Außerdem werden sie auf Grund der Rasse nicht so schwer und setzen nicht so viel Fleisch an. Sie rechnen sich aus wirtschaftlicher Sicht nicht und werden nach dem Schlupf sofort getötet. So sterben in Deutschland jährlich über 40 Millionen Küken einen erbärmlichen Tod durch Vergasen oder Zerschreddern.

Diese Praxis halten wir für nicht vertretbar. Nachdem wir uns seit 2008 mit diesem Thema beschäftigt haben, starteten wir im Januar 2012 unser Pilotprojekt „Bruderküken“ und ziehen seitdem die männlichen Geschwisterküken 1:1 auf. Genau wie ihre Schwestern dürfen sie nach Herzenslust durch die Gegend toben und das Leben genießen.

Dass die Tiere langsamer wachsen und durch die viele Bewegung nicht so schwer werden wie Mastrassen, hat auch seine Vorteile: Das Fleisch ist fettärmer und überzeugt durch einen intensiven Fleischgeschmack.
Unsere Hähnchen haben ein Gewicht von ca. 1000-1300g. Man kann sie sowohl braten als auch kochen.

Jetzt kommen die Eier der Schwestern ins Spiel:
Denn nur über einen höheren Erlös aus den Eiern lässt sich das Leben der Brüder auf einer gesunden Basis finanzieren. Die Hennen haben bereits zugesagt, für Ihre Brüder weiterhin fleißig Eier zu legen.

Und Sie?
Mit dem Kauf jedes Eies vom Kudammhof unterstützen Sie zwei Leben. Das Leben der Legehennen und das Leben der Bruderhähnchen.
Auch unser Partnerbetrieb Biohof Wildung in Bomlitz schenkt so den Brüderhähnchen ein Leben.

 

Der Code auf dem Ei: Was heisst „0-DE-0330485“?

Seit 2004 haben Eier eine einheitliche Kennzeichnung. Die führende Ziffer des Eiercodes informiert dabei über eine der vier Haltungsformen:

  • 0 = Ökologische Erzeugung („Bio-Eier“)
  • 1 = Freilandhaltung („Freilandeier“)
  • 2 = Bodenhaltung
  • 3 = Käfighaltung

Das Kürzel des Produktionslandes zeigt, aus welchem EU-Land das Ei kommt:

  • DE = Deutschland
  • AT = Österreich
  • IT = Italien
  • NL = Niederlande

In diesem Sinne: „Seien Sie dabei – Ein Ei für Zwei!“

Published by:
Ruth
in
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